Förderverein des Deutschen Landwirtschaftsmuseums Schloss Blankenhain e.V.
Angelika Hölzel

Am Schloss 9

08451
Crimmitschau OT Blankenhain

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Telefax: 036608 2332

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Restaurierung historischer Traktoren

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain lässt die ländliche Lebenswelt und die Landwirtschaftsgeschichte des historischen Mitteldeutschlands zwischen 1890 und 1990 wieder lebendig werden. Untrennbar verbunden mit der Entwicklung der Landwirtschaft in dieser Zeit ist der Einsatz von Traktoren und Landmaschinen.

Restaurierte Traktoren in der Traktorenhalle

Seit der Gründung des Museums im Jahr 1981 konnte eine beachtliche Sammlung aufgebaut werden, die 2005 eine Verdopplung erfuhr: Mit der Übernahme eines Großteil des Traktorenbestandes des ehemaligen Deutschen Landwirtschaftsmuseums Markkleeberg verfügt das Freilichtmuseum Schloss Blankenhain heute über rund 100 Exponate aus der Zeit von 1921 bis 1988.

Seit 2011 ist eine Auswahl der einzigartigsten Modelle in einer neu gebauten Traktorenhalle zu sehen. Das ist unter anderem ein Verdienst des Fördervereins, der das 400.000 Euro teure Bauprojekt mit einem Zehntel der Summe unterstützte.

Doch das Engagement des Fördervereins geht noch viel weiter. Eine Arbeitsgemeinschaft kümmert sich mit viel Herzblut um die umfangreiche Sammlung. Die Traktorengruppe des Fördervereins übernimmt seit vielen Jahren Restauration, Wartung und Pflege der Landmaschinen und hält den Bestand in großen Teilen ständig fahrbereit. Denn auch wenn die Besucher in der Traktorenhalle, in den Schaudepots für Landtechnik oder unter dem bereits zu DDR-Zeiten erbauten Schleppdach eine Vielzahl an Traktoren und Maschinen bewundern können, befindet sich die Mehrheit im Depot.

Bei Aktionstagen und Sonderführungen sind es Mitglieder der Traktorengruppe wie Volker Wild, Stefan Schmidt oder Wolfram Lübeck, die die großen Maschinen vorführen und damit im doppelten Wortsinne auch für Laien erfahrbar machen.

Ein besonderes Augenmerk der Traktorengruppe gilt den Eigenbaumaschinen aus der ehemaligen DDR. Da in der Mangelwirtschaft des ostdeutschen Staates bekanntlich nichts auf dem Schrott landete, dienten unter anderem ausgemusterte Trabantmotoren findigen Kleinbauern und versierten Bastlern als Grundlage für selbstgebaute Zugmaschinen, Erntehelfer, Rasenmäher oder fahrbare Sägemaschinen. Neben kuriosen und abenteuerlichen Vehikeln mit treffenden Namen wie „Benzinkuh“ entstanden bis in die späten 1980er Jahre auch professionell anmutende Landmaschinen, die nicht selten heute noch einwandfrei funktionieren. Diese einzigartigen Zeugnisse der DDR-Mangelwirtschaft zeigen den Erfindergeist ihrer Erbauer und sind für die Mitglieder der Traktorengruppe immer wieder eine Herausforderung.

Für Technikfreunde ist die Mitgliedschaft im Förderverein schon allein auf Grund der Vielzahl der Exponate äußerst abwechslungsreich und spannend.

Volker Wild

Quelle: http://foerderverein-dlm.de/Restaurierung_historischer_Traktoren